Blog

Vegan Love Story

Auf die Gefahr hin, dass mein Blog langsam wirkt, als würde ich von Hiltl dafür bezahlt werden (was natürlich nicht so ist, aber das Hiltl ist eines meiner absoluten Lieblingsrestaurants), möchte ich das neue Kochbuch von Hiltl und tibits vorstellen. (Zwei andere habe ich schon unter "Hiltl" für daheim vorgestellt.)

Dieses mal ist es ein Kochbuch mit veganen Rezepten, also kompletter Verzicht auf alle tierischen Produkte. Ich habe mir das Kochbuch bei meinem letzten Besuch im Hiltl in Zürich vor ca. 6 Wochen mitgenommen und bin bisher sehr begeistert.

Die Rezepte sind durchweg alltagstauglich, leicht nachzukochen und absolut lecker. Oft sogar überraschend lecker: Die Gerichte sind auf schönen großen Bildern abgebildet und lassen einem schon das Wasser im Munde zusammenlaufen. Man kann sich alleine vom Bild schon gut vorstellen, wie es schmecken wird. Aber dann ist es meist noch ein Tick besser und raffinierter als erwartet.

Das Buch ist auch sehr liebevoll gestaltet, was beim ausgestanzten Herz auf dem Buchdeckel beginnt und über die Goldprägungen bis hin zum elegant-minimalistischen Layout der Innenseiten geht. In diesem Kochbuch blättert man einfach auch mal gerne herum und lässt sich inspirieren. Es ist eine kulinarische Reise um die halbe Welt.

Das Buch gliedert sich in die Kapitel "Vorspeisen, Apéro und Suppen", "Salate", "Warme Gerichte", "Desserts", "Frühstück und Drinks" und Grundrezepte. Außerdem gibt es auch ein Kapitel über das Hiltl und tibits.

Ein ganz tolles Rezept ist das Mango-Bananen-Curry, das laut Rezeptbeschreibung "Lebensfreude pur" verspricht – doch das ist gewaltig untertrieben!

Auch wenn ich kein Veganer oder Vegetarier bin, esse ich oft und sehr gerne gute vegetarische und vegane Gerichte. Das Buch kann ich nur allerwärmstens empfehlen; gerade und speziell auch den Fleischessern unter uns. Probiert es aus, ihr werdet überrascht sein. Versprochen.

Image of Vegan Love Story: tibits & Hiltl - Das Kochbuch
Autor: Rolf Hiltl, Reto Frei
Verlag: AT Verlag AZ Fachverlage (2014)
Bindung: Gebundene Ausgabe, 260 Seiten
Preis: EUR 49,00

Mein Computer ist manchmal kalt wie eine Maschine

Manchmal denke ich, mein Computer weiß was ich brauche. Er schaute mich heute an, und zwischen den geschäftlichen Dingen (Updates und so) wurde er privat:

Es müssen 16,8 MB an Archiven heruntergeladen werden. 
Nach dieser Operation werden 16,4 kB Plattenplatz zusätzlich benutzt. 
Möchten Sie fortfahren? [J/n]

Meine Antwort: "Au ja! Zwei Wochen Malediven wären super. Weiße Strände und türkises Meer wären jetzt das richtige für mich" überging er dann aber wieder mit der kalten Nonchalance einer Maschine ...

Panoramic Mallorca

Endlich in Mallorca mal wieder Zeit gefunden, ein wenig zu Fotografieren und vor allem nach langem einmal wieder mit Panorama-Fotos zu experimentieren. Zwei davon möchte ich hier vorab schon einmal zeigen.

Tenute Eméra: 2013 QU.ALE Rosso

Beim letzten Besuch bei meinem Weinhändler wusste ich im Vorfeld schon genau, welche Weine ich kaufen will, denn eigentlich wollte ich nur die Vorräte meiner Lieblingsweine wieder aufstocken. Doch er ließ mich noch andere probieren. Einer war eine äußerst erfreuliche Überraschung: QU.ALE aus dem weltbekannten Weingut Tenute Eméra. Geschmacklich ein sehr schöner Wein: weich, harmonisch, rund und sehr süffig. Dem neuen Trend folgend kann dieser Rotwein auch gekühlt getrunken werden, auf Zimmertemperatur schmeckt er mir allerdings besser. Er hat eine leichte Würze und wenig Säure. Auch preislich liegt er sehr angenehm.

Der Name kommt zum einen von Alessandra Quarta, die die Idee zu diesem Projekt hatte, zum anderen heißt "quale?" auf italienisch auch "welche?". Und das ist genau die Frage, die sich jeder stellen sollte: In welcher Welt möchte ich leben?

Und hier ist QU.ALE ist nicht nur geschmacklich ein leckerer Wein, auch "die äußeren Werte" sind bemerkenswert: So wurde er extra in leichten Glasflaschen abgefüllt, die Transportkosten und damit auch Energie sparen, und die zu 100% aus recycelten oder recyclingfähigen Materialien hergestellt wurden. Mit dem Verkauf wird außerdem vor Ort die Erhaltung des Naturschutzgebiets “Salina Monaci” unterstützt, der Heimat des Pinken Flamingos.

Vom Erlös jeder verkauften Flasche werden außerdem 5% für ein wohltätiges Projekt gespendet, das diese Welt wieder ein bisschen lebenswerter macht. Für jede Flasche kann man über die Webseite auswählen, für welches Projekt gespendet werden soll. Jeder hat also selber die Wahl – und damit kommen wir auch schon zur "Wein-Demokratie", in der jeder u.A. das Recht haben soll, einen guten Rotwein zu einem erschwinglichen Preis zu bekommen. Denn, so lesen wir auf der Flasche, Lebensqualität sei auch direkt mit dem Genuss eines guten Rotweins verknüpft – und damit scheint der Produzent gar nicht so falsch zu liegen.

Kurz zusammengefasst bekommt man mit QU.ALE einen guten und erschwinglichen Wein für alle Tage, der auf vielerlei Art die Welt ein kleines Stück besser macht. Das schmeckt und gefällt! Join the Wine Democracy!

Exklusiver Vertrieb in Deutschland:
www.pin-besteweine.de/tenute-emera-qu-ale.html

Mehr Infos
www.qualevino.it/en/

Tags: 

Internetwerbung wird immer aggressiver – ich auch

Ich bin im World Wide Web fast seit dessen Erfindung unterwegs. Ich war schon von zuhause regelmäßig im Internet als viele noch gar nicht wussten, was ein "Homecomputer" ist (so nannte man das damals). Ich habe viele Entwicklungen und Veränderungen erlebt – und die meisten der Veränderungen waren Verbesserungen.

Ich kann auch verstehen, dass eine Webseite Kosten verursacht und guter Inhalt durch eine Finanzierung mit Werbung ermöglicht werden kann. Ich habe auch selber schon verschiedene High-Traffic-Seiten betrieben, die auf Werbung angewiesen waren. Alles kein Problem.

Manche Firmen haben auch gute Werbung, die einem sogar noch gefällt und die man gerne sieht, wenn sie dezent in eine Homepage integriert ist.

Aber es gibt eine Entwicklung, die ich seit so ca. 2 Jahren beobachte, die mir überhaupt nicht gefällt: aufdringliche, schrille, quitschende Werbung, die nur nervt. Und es wird immer schlimmer. Seiten spielen Werbevideos mit Sound ab, die nicht gestoppt werden können. Banner verdecken den eigentlichen Inhalt und müssen umständlich weggeklickt werden. Fenster poppen auf. Das wirkt schmuddelig, billig und eklig.

Auf dem Screenshot oben eine (eigentlich) seriöse Seite über deutsche Rechtschreibung. Auf der Startseite sieht man erst mal vor lauter Werbung nicht einmal mehr einen Satz vom eigentlichen Content. Eine Seite, die sich so präsentiert, kann ich doch nicht ernst nehmen. Haben die Betreiber jeglichen ästhetischen Anspruch aufgegeben? Ich würde mich in Grund und Boden schämen, wenn ich Betreiber einer solchen Seite wäre. Ich könnte mich ja selber nicht mehr respektieren.

Wann wurden wir Menschen denn zu solchen Armleuchtern, die nur noch auf Kommerz und Gewinn aus sind? Früher hat man Werbung eingebaut, um eine tolle Seite ermöglichen zu können. Heute werden viele Seiten nur noch gemacht, damit man Werbung einbauen kann.

Und was denken sich die Marketingverantwortlichen bei den Firmen? "Ich nerve mit meiner nächsten Kampagne mal die ganzen Internetbenutzer, die werden dann sicher ganz scharf darauf, mein Produkt zu kaufen." Das ist doch absurd. Jedes so beworbene Produkt wird von mir absichtlich boykottiert. Und jede Seite, die meint, dass sie mich erst einmal mit 100 Bannern und Werbevideos vollpflastern muss, hat mich als Benutzer gesehen.

Früher sahen alle Suchmaschinen so schmuddelig und überladen mit Werbung aus. Und das Erfolgsrezept von Google war in dessen Anfangszeit eben die große Schlichtheit der Startseite. Und damit haben sie alle anderen damals etablierten Suchmaschinen platt gemacht – das Konzept kann also nicht so falsch gewesen sein.

Bild: Screenshot einer Landing-Page einer Seite über deutsche Rechtschreibung

Tags: 

Zwiebelkuchen

Zusammenfassung

Menge
Kuchen
Zubereitungszeit
45 Minuten
Kochdauer
45 Minuten
Gesamtzeit
1 Stunde, 30 Minuten

Beschreibung

Fast noch ein bisschen früh für Zwiebelkuchen, aber nachdem das Wetter heute sehr herbstlich war und schon die ersten braunen Blätter von den Bäumen fallen, hatte ich heute Lust auf einen Zwiebelkuchen – wenn man sich schon wie im Herbst fühlt, dann wenigstens auch die schönen Seiten davon genießen.

Übrigens, neuen Wein gibt es auch schon.

Zutaten

250 g
Mehl
1 Pckg.
Trockenhefe
1 TL
Salz
1 TL
Zucker
50 g
Butter (weich)
125 ml
Wasser (lauwarm)
600 g
Zwiebel (gewürfelt)
50 g
Butter
2 EL
Mehl
2  
Eier
100 ml
Sahne
1 TL
Kümmel
100 g
geräucherten Speck (gewürfelt)
   
Butterflöckchen

Anleitung

  1. Für den Hefeteig das Mehl, die Hefe, den Zucker, das Salz, das lauwarme Wasser und die weiche Butte gut miteinander verkneten. Den Teig ca. 1 h gehen lassen.
  2. Die gewürfelten Zwiebel werden mit der Butter angeschwitzt bis sie ganz glasig sind. Dabei aufpassen, dass sie nicht braun werden.
  3. Die EL Mehl dazu geben und unter die glasigen Zwiebel rühren. Dann die Zwiebeln etwas abkühlen lassen.
  4. Die Sahne, die Eier, den Kümmel und den geräucherten Speck gut unter die Zwiebelmasse mischen.
  5. Eine Springform mit dem Hefeteig auslegen und die Zwiebelmasse einfüllen.
  6. Butterflöckchen auf die Zwiebelmasse setzen.
  7. Bei 200°C ca. 45 Minuten backen.

Bemerkungen

Ich habe für den Boden Vollkorn-Mehl genommen, da es gesünder ist und bei so einem rustikalen Kuchen auch gut passt.

Das Rezept ist für eine normale runde Springform. Wenn man die doppelte Menge verwendet, reicht es für ein ganzes Backblech.

Tags: 

"Die Zeit, die Zeit" von Martin Suter

Zwei sehr kurzweilige Frühlingsnachmittage im Garten bereitete mir vor einigen Monaten das Buch "Die Zeit, die Zeit" von Martin Suter. Einmal angefangen wollte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen. Es war nach "Der Koch" erst das zweite Buch von Suter, das ich gelesen hatte, aber auch dieses Mal haben mich Suters Erzählweise und die detailverliebten und dennoch kurzweiligen Beschreibungen gefesselt.

Was ist eigentlich Zeit? Man kann sie nicht anfassen, man kann sie nicht sehen. Dass "Zeit vergangen" ist sieht man nur daran, dass sich Dinge verändert haben: Gegenstände wurden umgestellt, Pflanzen sind gewachsen oder Haare sind ergraut. Doch was ist, wenn keine Veränderung stattfindet? Steht dann auch die Zeit? Und wenn man noch einen Schritt weiter geht und alle Veränderungen seit einem bestimmten Zeitpunkt wieder rückgängig macht, ist dann auch keine Zeit vergangen?

Peter Talers Frau wurde vor der eigenen Haustüre erschossen. Taler gibt sich die Schuld, da er sie absichtlich vor der Türe warten ließ. Seit sie tot ist, ist sein Leben etwas aus den Fugen geraten. Doch eines Tages bemerkt er, dass sein Nachbar Knopp die alten Bäume durch neue ersetzt. Neue, die aussehen wie die alten vor vielen Jahren. Und irgendwann kommt er Knopp auf die Spur: Dieser will alles in den Zustand von vor vielen Jahren zurückversetzen - in den Zustand, als seine Frau noch lebte. Da Knopp selbst zu alt ist, muss Taler ihm helfen, alles wieder so herzurichten, wie es auf den alten Fotos war.

Es scheint, als habe der kauzige Knopp zufällig Fotos von Lauras Mörder gemacht, der nach einem Jahr noch immer nicht gefasst wurde. Die Aussicht auf die Identifizierung von Lauras Mörder gibt Taler neue Hoffnung. Wenn es Taler zuerst auch aus seiner Lethargie reißt und sich die beiden verwittweten Herren anfreunden - irgendwann macht Taler jedoch eine grausame Entdeckung ...

Das Buch ist sehr fesselnd geschrieben und die (von Suter erfundenen) Theorien zur Zeit klingen sehr plausibel. Hier hat der Auter sehr gut recherchiert und es macht viel Spaß, sich auf die Gedankenexperimente über das Wesen der Zeit einzulassen. Auch das Ende ist sehr verblüffend und unerwartet.

Bewertung

Image of Die Zeit, die Zeit
Autor: Martin Suter
Verlag: Diogenes (2013)
Bindung: Broschiert, 304 Seiten
Preis: EUR 10,90

Tags: 

Poesie in Flaschen – Neue Rubrik "Wein"

Bis so ca. Ende 20 konnte ich mit Wein recht wenig anfangen. Wenn ich mal Wein probiert habe, war das so etwas wie der typische schwäbische Trollinger, mit dem ich mich noch immer nicht anfreunden kann. Doch ich scheine damit nicht alleine da zu stehen, denn auch wenn der Trollinger bei den Schwaben wohl einer der beliebtesten Weine ist, so hat er doch ausserhalb von Württemberg eher wenige Freunde.

Doch irgendwann fand ich heraus, das mir dicke, kräftige, komplexere oder tanninreiche Weine durchaus schmecken. Wilhelm Busch scheint also recht zu haben ...

Rotwein ist für alte Knaben
eine von den besten Gaben.

-- Wilhelm Busch (1832 - 1908)

Ich wusste nur eigentlich überhaupt nichts über Wein, kannte mich weder mit Rebsorten noch mit Lagen aus und wusste nicht, welche Weine mir schmecken und welche nicht.

Seither habe ich viele Weine probiert, sehr schöne Weine gekauft und beschäftige mich mit dem Thema und lerne immer wieder etwas dazu.

Darum eröffne ich hiermit feierlich *Trommelwirbel* die neue Rubrik "Wein". In dieser Rubrik möchte ich in Zukunft Weine vorstellen, die mich begeistern; und Gedanken, Erfahrungen und Artikel rund um die Welt des Weins und des Weingenusses veröffentlichen, denn ...

Wein ist Poesie in Flaschen.

-- Robert Louis Balfour Stevenson (1850 - 1894)

Foto: © christian alex / pixelio.de

Tags: 

"Der Koch" im Kino

Am Anfang des Jahres schrieb ich hier über das Buch "Der Koch" von Martin Suter. Es war meine Einstriegsdroge in die Suter-Romane, von denen ich dieses Jahr schon einige gelesen habe (Artikel dazu kommen noch). Ich wusste auch, dass "Der Koch" verfilmt wird, aber nicht, ab wann es in die Kinos kommt. Heute durch Zufall stieß ich nun auf den Trailer.

"Der Koch" wird ab 3. September in der Schweiz in den Kinos sein, ab November dann auch in Deutschland. Ich bin gepannt.

Mehr Infos: www.koch-derfilm.com

Tags: 

Indisch Essen im Ceylonas in Stuttgart-West

Eine Groupon-Aktion lockte uns vor einiger Zeit zum ersten und letzten Mal in das indische / ceylonesische Restaurant "Ceylonas" im Stuttgarter Westen. Obwohl wir bei der Tischreservierung angegeben hatten, dass wir einen Groupon-Gutschein haben, wurde unser Gutschein im Lokal nicht akzeptiert – einen Tisch hatte man uns übrigens auch nicht reserviert. Darum wurde uns (relativ schroff) zu zweit ein Tisch für 6 Personen zugewiesen, den letzten freien Tisch im Lokal, das seinerseits sehr eng bestuhlt ist und seine besseren Zeiten offenbar schon länger hinter sich hat. Da der (bereits bezahlte) Gutschein wie gesagt nicht akzeptiert wurde und wir aber trotzdem Hunger hatten, blieben wir.

Wir wurden von unterschiedlichen Kellnern bedient, die man auch differenziert betrachten muss. Da war einmal ein deutscher Kellner, der sehr unhöflich war, sowie zwei ceylonische Kellner, die jedoch freundlich waren.

Während wir nun also an der Vorspeise saßen, kam eine Gruppe von 6 Personen ins Lokal, die offenbar den Tisch reserviert hatte, den man uns zugewiesen hatte. Darum wurden wir vom deutschen Kellner recht unhöflich aufgefordert, den Tisch frei zu machen. Da standen wir dann also sinnlos in der Gegend rum, bis zwei andere Gäste, die bereits gegessen hatten, ihrerseits recht unhöflich abkassiert und zum schnellen Freigeben des Tisches aufgefordert wurden. Bis der Tisch frei war standen unsere angegessenen Vorspeisen auf dem mittlerweile besetzten 6er-Tisch.

Zum Säubern der Tischdecke oder zum vollständigen Abräumen des alten Geschirrs an unserem neuen Tisch war offenbar keine Zeit. Darum saßen wir nun an einer ziemlich verdreckten Tischdecke mit vielen Soßenflecken. Selbst ganze Häufchen Reis mit Soße von unseren Vorgängern lagen noch auf der Tischdecke rum. Zwischen alten Gläsern hat man zwischenzeitlich auch unsere Gläser und angegessenen Vorspeisen platziert. Genaugenommen wirkte das ganze Ambiente eher sehr unhygienisch.

Einmal fiel einem Kellner ein komplettes Essen auf den Teppich direkt vor unserem Tisch. Die nachfolgende Säuberungsaktion wirkte recht unbeholfen, sorgte jedoch für weitere Ungemütlichkeit an unserem Tisch. Das kann sicher einmal in jedem Restaurant passieren, aber mit allem, was an diesem Abend in dem Lokal lief, verstärkte das den kuriosen Eindruck des Abends.

Vieles war so skurril, dass wir eigentlich nur darauf warteten, dass irgendwann alle übrigen Gäste aufspringen und "Verstehen Sie Spaß?" rufen.

Das Essen an sich war eigentlich ganz ok, aber so richtig Appetit hatten wir aufgrund der ganzen Umstände jetzt gar nicht mehr so richtig. Eigentlich hätten wir aufstehen und gehen sollen ...

Symbolfoto aus Neu Delhi von Hendrikm2 CC-BY-SA-3.0 oder GFDL, via Wikimedia Commons

Adresse: Reinsburgstraße 74, 70178 Stuttgart
Homepage: http://ceylonas-restaurant.blogspot.de/

Essen
Sauberkeit
Ambiente
Service
  (deutscher Kellner)
Service
  (srilankesische Kellner)
Gesamt

Vegetarisch Schlemmen in Zürich: Hiltl

Als das Hiltl vor über 115 Jahren als "Vegetarierheim" und damit (laut Guiness-Buch) als das erste vegetarische Restaurant der Welt eröffnet wurde, war vegetarische Kost noch verrufen, und die Gäste seien damals oft auch nur durch die Hintertüre in das Lokal gegangen.

Doch die Zeiten haben sich geändert. Das Hiltl erfreut sich mittlerweile sehr großer Beliebtheit. Das ist kein Wunder, denn das Hiltl bietet heute eine sehr große Auswahl an vegetarischen Gerichten aus der ganzen Welt. Diese werden entweder aus der Speisekarte bestellt und am Tisch serviert, oder in Selbstbedienung aus einem sehr umfangreichen Buffet selbst gewählt.

Wir essen immer vom Buffet, da man hier gleich mehrere Gerichte probieren kann. Dennoch fällt die Auswahl schwer, da man am liebsten alles probieren möchte. Das Buffet bietet viele leckere Salate (Tipp: unbedingt auch den grünen Bohnensalat probieren), viele Gerichte aus der ganzen Welt (dabei viel indisches) viele verschiedene Bratlinge und Taler, aber auch verschiedene Desserts, Kuchen und frische Säfte und vieles mehr ...

Für uns gehört (mindestens einmal, meistens jedoch mehrmals) ein Besuch im Hiltl zu jedem Zürich-Trip einfach dazu, denn wer einmal von den leckeren und gesunden Gerichten gegessen hat, wird geradezu süchtig danach. Das Hiltl ist übrigens nicht nur Restaurant, je nach Uhrzeit ist es auch Lounge, Bar oder Club. Dazu gibt es noch ein Kochattelier, in dem vegetarische Kochkurse angeboten werden. Außerdem gibt es in Zürich an verschiedenen Orten noch "Außenstellen", bzw. unter dem Namen Tibits gibt es das gute Essen auch in anderen Städten.

Preislich ist das Hiltl sicherlich kein Schnäppchen, doch da die Preise in der Schweiz für deutsche Verhältnisse ohnehin sehr hoch sind ist es im Vergleich nicht teuerer als ein anderes Restaurant in Zürich. Dafür kann man sicher sein, dass nur sehr hochwertige Lebensmittel verwendet wurden und das Preis-Leistungsverhältnis absolut stimmt.

Wer übrigens selber einmal den Kochlöffel schwingen möchte kann seine Lieblingsrezepte in den Hiltl-Kochbüchern finden und nachkochen.

Hätte ich ein Wunsch frei und dürfte mir die Kopie eines beliebigen Restaurants nach Stuttgart wünschen, dann wäre das ein Hiltl (oder Tibits).

Foto: Adrian Michael, CC 3.0 BY-SA

Adresse: Sihlstrasse 28, 8001 Zürich
Homepage: www.hiltl.ch

Essen
Vielfalt
Ambiente
Service
Gesamt

Geschmorte Linsen aus Umbrien

Zusammenfassung

Menge
Portionen
Zubereitungszeit
15 Minuten
Kochdauer
45 Minuten
Gesamtzeit
1 Stunde

Beschreibung

Eines vorweg: Ich liebe Linsen, und das in fast jeder Form – ob als indisches Dal, als Salat, oder auch mal klassisch schwäbisch mit Spätzle und Saitenwürstchen. Linsen sind einfach lecker und für sich allein genommen auch sehr gesund. Sie sind reich an wertvollem Eiweiß, den B-Vitaminen und Spurenelementen wie Kalium, Magnesium, Eisen und Zink.

Außerdem liebe ich die italienische Küche. Was könnte darum mehr begeistern, als ein italienisches Linsengericht?

Dieses italienische Rezept ist eine schöne und in Deutschland vermutlich relativ unübliche Version eines Linsengerichts und unheimlich lecker.

Zutaten

300 g
Linsen
100 g
geräucherten Speck (gewürfelt)
1  
Zwiebel (gewürfelt)
10 Bl.
Salbei (fein geschnitten)
800 ml
Gemüsebrühe
1 Dos.
Tomaten (gewürfelt)
   
Olivenöl
   
Salz
   
Pfeffer

Anleitung

  1. Die Speckwürfel in einem Topf in etwas Olivenöl auslassen.
  2. Die Zwiebelwürfel und den fein geschnittenen Salbei dazugeben und kurz andünsten lassen.
  3. Dann die rohen Linsen in den Topf geben und alles gemeinsam kurz leicht braten lassen.
  4. Mit den Dosentomaten und der Gemüsebrühe ablöschen, mit Salz und Pfeffer würzen und für 45 Minuten köcheln lassen.
  5. Abschmecken und mit einem Salbeiblatt dekoriert servieren.

Ist Windows fleißiger als Linux? Oder warum ein unbenutzter Computer sich zu Tode rechnet ...

Ich habe das "Glück", bei der Arbeit zwei Computer benutzen zu müssen dürfen. Einmal Windows, einmal Linux. Der Windowsrechner wird benötigt, um ins firmeneigene Intranet zu kommen und um meine Firmenmails zu lesen. An dem Linuxrechner wird gearbeitet und programmiert.

Das kuriose dabei ist nur, dass am Windows-Laptop ständig das Festplattenlichtlein flackert, Windows also ständig irgendetwas auf die Platte schreibt oder davon liest. Auch die Auslastung von 4 (vier!!!) Prozessorkernen im Ruhezustand ist äußerst beachtlich (siehe Abbildung oben). Als das Bild gemacht wurde, war der Computer seit einigen Stunden eingeschaltet, aber kein einziges (ich wiederhole: kein einziges) Anwendungsprogramm läuft. Kein Mailprogramm, kein Browser, kein Office, kein gar nichts - außer eben dem Prozessmonitor, aber der auch nur um es zu demonstrieren. Den Rechner habe ich seit 8 Tagen und als ich ihn bekam war er neu und hat nur das firmeneigene Standardimage. Keine Dienstleichen oder dergleichen vorhanden, da ich in den 8 Tagen außer Outlook und Internet Explodierer Explorer nichts gestartet habe.

Zur gleichen Zeit auf dem Linux-Laptop, während viele Programme gestartet sind und an denen gearbeitet wird: Firefox, Thunderbird, Skype, Eclipse und dazu noch ein laufender Amarok (MP3-Spieler), von eigenen Mailserverdiensten und Webserverdiensten ganz zu schweigen, dazu noch einige große Datenbankendienste:

Fast keine CPU-Auslastung.

Daher: Was um alles in der Welt macht Windows, wenn es eigentlich nichts macht???

Seiten